Mit einer Startveranstaltung hat für das Projekt «Integrales Wassermanagement Thurgau» die operative Phase begonnen. Im Projekt möchte das Projektteam aus Arenenberg, Agroscope und OST gemeinsam mit den teilnehmenden Landwirtschaftsbetrieben in den kommenden fünf Jahren herausfinden, wie die regionalen Wasserressourcen möglichst wirksam und effizient genutzt werden können, ohne dass sich die landwirtschaftliche Produktivität verringert.
Arenenberg – Bewässern ja, nein? – Hat es genug Wasser? – In welchem Verhältnis stehen Kosten und Nutzen? Der Umgang mit Wasser ist ein Dauerthema in der Landwirtschaft, in den Gemeinden, im Kanton. Um hier einen grossen Schritt weiterzukommen, hat das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau gemeinsam mit den Branchenverbänden – unter der Leitung des Arenenbergs und mit Agroscope und der OST als Projektpartner – das Ressourcenprojekt «Integrales Wassermanagement Thurgau» lanciert. Das Projekt wird während acht Jahren vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom Kanton Thurgau finanziell unterstützt und soll Antworten zu den oben gestellten Fragen liefern. Nach Konzeption und Planung beginnt nun die Praxisarbeit zusammen mit den ersten 16 Betrieben. «Ein Pilotjahr», wie Projektleiter Rainer Messmer an der Startveranstaltung vom 13. Januar am Arenenberg betont. Gemeinsam mit dem Projektteam erfassen die teilnehmenden Betriebe die IST-Situation, schauen sich das Verbesserungspotential an und wählen zusammen mit der Beratung aus einer Liste, passende Massnahmen aus.
Daten als Grundlage für die Entscheidung
«Unser Ziel ist es, die regionalen Wasserressourcen so effizient wie möglich zu nutzen und dabei die landwirtschaftliche Produktivität beizubehalten,» sagt Messmer. Eine Herausforderung. Bis jetzt gibt es wenig strukturierte Daten über Wasserdargebot und -verbrauch und wie die einzelnen Massnahmen effektiv wirken. Deshalb sammelt das Projekt über eine Plattform die entsprechenden Daten, damit künftig datenbasierte Entscheide gefällt werden können. Nicht nur bei den Landwirtschaftsbetrieben, sondern möglichst auch bei den Wasserversorgern. «Hier hilft uns die digitale Entwicklung, es ist einfacher geworden Daten zu erfassen,» erklärt Thomas Kuster von Agroscope. Damit jedoch auch festgestellt werden kann, wie der Ertrag auf der Parzelle aussieht, braucht es noch weitere Angaben, welche die Landwirtschaftsbetriebe liefern.
Ein Projekt für alle Anbauarten und Kulturen
Die ausgewählten Betriebe sind über den ganzen Kanton verteilt und decken ein breites Spektrum an Acker-, Gemüse, Obst-, und Beerenkulturen ab. Messmer erklärt: «Neben der Motivation ist für uns auch wichtig, dass wir im Pilotjahr auf allen Betriebszweigen Erfahrungen sammeln, welche Methoden funktionieren, welche nicht.» Denn im kommenden Jahr beginnt die Hauptphase, die vier Jahre dauert und in der jedes Jahr zehn weitere Betriebe hinzukommen sollen. Der rege Austausch unter den Landwirten und dem Projektteam an der Startveranstaltungen zeigt: das Thema bewegt und man ist auf allen Seiten motiviert, verlässliche Antworten auf die Bewässerungsfrage zu finden.
Mit finanzieller Unterstützung vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom Kanton Thurgau. Umsetzung unter der Leitung des Arenenbergs gemeinsam mit den Projektpartnern OST- Ostschweizer Fachhochschule, Agroscope und den teilnehmenden Betrieben.
