Massnahmen

Um das Projektziel zu erreichen wurden fünf verschiedene Massnahmen zur Steigerung der Nutzungseffizienz erarbeitet. Die Beraterinnen und Berater des Arenenbergs klären im Gespräch mit dem Betriebsleiter oder der Betriebsleiterin, welche Massnahme sich für den jeweiligen Betrieb eignet. 

 

Die Massnahmen erfüllen folgend Wirkung: 

  • Wasserverfügbarkeit für die Landwirtschaft ist gewährleistet.  
  • Wassernutzung der verschiedenen Anspruchsgruppen steht im Einklang mit dem Dargebot.
  • Die Bewässerung erfolgt effizient und ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt. 
  • Niederschlagswasser, Grundwasser und Trinkwasser werden effizient genutzt.

Die fünf Massnahmen

Regionale Koordination

  • Wasserdargebot und -bedarf modellieren und darstellen
  • Zusammenarbeit verbessern
  • überbetriebliches Wassermanagement fördern
Das aktuelle, regionale Wasserdargebot wird transparent dargestellt und mit dem aktuellen Wasserverbrauch verglichen. Die künftige Entwicklung des Dargebots und Verbrauchs wird dynamisch modelliert. Durch eine bessere Planung und Koordination der Wasserbezüge werden die Wasserressourcen optimal genutzt. Die Landwirtschaftsbetriebe beteiligen sich, indem sie ihre Wasserbezugsdaten zur Verfügung stellen. 

Betriebliches Wassermanagement

  • Ausgangslage und Optimierungspontenzial analysieren 
  • Wasserdargebot und -bedarf abschätzen
  • geeignete Anpassungsmassnahmen auswählen
Mit einer Wasserdargebots- und Bedarfsplanung, sowie einer Risikoabschätzung für Mangelsituationen werden die Betriebe effizienter im Wassereinsatz und resilienter gegenüber Trockenperioden. Verschiedene Massnahmen stehen für ein verbessertes Wassermanagement zur Verfügung. Sie tragen dazu bei, den Bodenwasserhaushalt zu verbessern, die Wasserverfügbarkeit zu sichern oder die Bewässerung effizienter zu gestalten.

Wasserhaushalt auf Parzellenebene verbessern

  • Wasserinfiltration in den Böden verbessern
  • Wasserspeicherkapazität des Bodens erhöhen
  • direkte Evaporation verringen, Transpiration erhöhen

Der Bodenwasserhaushalt kann durch eine bessere Wasserinfiltration, ein grösseres Speichervermögen und eine geringere Evaporation verbessert werden. Über zwanzig Bewirtschaftungsmassnahmen stehen den teilnehmenden Betrieben zur Auswahl. Die Umsetzung dieser Massnahmen wird über ein Punktesystem mit Flächenbeiträge finanziell belohnt.
Massnahmen für Betriebe (Auswahl): Tiefenlockerung, reduzierte Bodenbearbeitung, Untersaaten, fixe Fahrspuren, begrünte Spuren im Beet-Anbau, Pflanzung von Bäumen oder Hecken, Keyline Design. 


Wasserverfügbarkeit sichern

  • Wasser sammeln und zwischenspeichern
  • dynamische Wasserentnahme aus Fliessgewässern ermöglichen
  • Machbarkeitsstudien für Pumpspeicherwerke durchführen

Trotz verschiedener Massnahmen zur Verbesserung des Bodenwasserhaushalts oder der Bewässerungseffizient wird es mancherorts nötig sein, Wasser zu sammeln und für die Verwendung in Trockenperioden zwischenzuspeichern. Planung und Bau von Wasserspeichern und Anlagen zur Sammlung von Oberflächenabfluss oder Drainagewasser werden mit Projektgeldern finanziell unterstützt. Zudem soll eine dynamische Wasserentnahme aus Fliessgewässern ermöglicht werden.  


Wasserverfügbarkeit sichern

  • bedarfsgesteuerte Bewässerungssysteme
  • Praxistauglichkeit von Tropfbewässerung untersuchen
  • räumlich optimierte Bewässerung testen

Durch eine bedarfsgerechte Bewässerung soll der Ertrag pro eingesetzte Wassermenge erhöht werden. Die Bewässerung basiert dabei entweder auf modellgestützten oder sensorgestützten Systemen. Bei der sensorgestützten Bewässerung kommen Bodensensoren und Stamm-dendrometer (Obst) zum Einsatz, die laufend Daten zum Wasserbedarf der Pflanzen liefern. In den modellgestützten Systemen werden Bodenfeuchte- und meteorlogische Daten verwendet. 


Wer kann teilnehmen?

Am Projekte teilnehmen können Thurgauer Landwirtschaftsbetriebe welche Acker-, Gemüse-, Obst- oder Beerenkulturen haben. Mehr Informationen